Popponen

Graf Poppo , wurde erstmals in den Fuldaischen Jahrbüchern 819 und 838 als Graf von Franken, Herzog in Thüringen und Markgraf erwähnt. Sein Tod wird auf das Jahr 850 festgesetzt. Er hatte 2 Söhne.

Adalbrath (Besitz: Tullifeldgau)

Wurde wegen fortdauernder Streitigkeiten mit der Würzburger Kirche am 9.Dezember

905 enthauptet.

Graf Poppo (Besitz: Ostgrabfeldgau)

Gaugraf des Tullifeldes und Ostgrabfeldgaus im Jahre 905

(Stammherr des Hennebergers Geschlecht ?)

Ferner wird von Poppo berichtet, daß Salzungen unter seine Gerichtsbarkeit gehörte. Wir begegnen hier also zum ersten Male der Tatsache, daß ein Poppone die Herrschaft derer von Frankenstein antritt. Wahrscheinlich waren zu dieser Zeit die Frankensteiner in ihrer direkten Linie, ausgestorben und die Herrschaft fiel an das benachbarte Herrscherhaus, durch einen Lehens-oder Erbvertrag der sich Jahrhunderte erhalten hat:

(Hermann-Wisogast) siehe Anhang

Graf Poppo war also Universalbesitzer der nachmaligen Henneberger und Frankensteiner Länder. Er starb im Jahre 963. Einer seiner Nachfolger , Graf Wilhelm stiftete 996 das Kloster Georgenzelle, in der Herrschaft Frankenstein gelegen. Dieser hatte einen Sohn, Graf Poppo (er war der Erste, der sich von Henneberg nannte) und mit Hildegardis der Tochter des Grafen Ludwig mit dem Barte vermählt. Hier beginnt die Reihe der Henneberger Popponen( siehe Stammtafel)

 

 

Anhang:

Merwingerkönig - Merowig

Chlodwig (Merowinger)

 

Faramund, der erste bekannte (sagenhafte) König über die Franken, soll im Jahre 486 unter Chlodwig, die 4 vornehmsten Ritter zu sich bestellt haben

 

Wisogast Rodogast Salogast Windogast

 

Wisogast bekam die Herrschaft, südl. des Thür. Waldes. ( Wasungen, Wisungen, Wiesenthal, Wisuntaha)

Die Grafen von Henneberg sollen von der Wasunger Linie abstammen.

Die Herren der Landstriche südl. und westl. des Thür. Waldes waren also Wisogast und Hermann. Die Herrschaft Hermanns schloß sich nördl. an die Wisogasts.

Ob zwischen Hermann und Wisogast verwandtschaftliche oder Lehensverhältnisse bestanden, läßt sich nicht feststellen.

Hermann Stammvater der Frankensteiner

Die Frankensteiner Stammburg befand sich bei Salzungen.

Die Besitzer (Frankensteiner) gehörten offenbar zu dem Stamme der Franken.

Um das Jahr 447 hat der Merowingerkönig Merowig die Gegend zwischen Salzungen und dem Thür.Walde bis nach Eisenach hin einem vornehmen ritterlichen Herren, aus Franken gebürtig, namens Hermann zum Lehen gereicht.

Andere Quellen behaupten die Frankensteiner stammten von den Grafen von Henneberg.

Mit Sicherheit läßt sich keines von beiden behaupten.

Das Geschlecht der Frankensteiner mit dem der Grafen von Henneberg stand in engsten verwandtschaftlichen Zusammenhang.

erstellt von Kornelia Neuner im September 1998