Der Name KREINBERG (slowenisch)
Überlegungen von Kornelia Neuner zur Namensentstehung

 

                                                  (Slowenisch) Krainja - (Deutsch) Krainburg

 

Was spricht dagegen, daß die Sorben (aus Krain) nach ihrer Vertreibung sich in Deutschland,
an verschiedenen Orten niederließen, und an Gedenken ihres Herkunftsortes den Namen
(Krain, Krayenberg usw.) ihren neuen Wohnorten weitergaben.

Waren es Sorben, die auf dem Krayenberg (Krayenburg) siedelten und vertrieben wurden?

Die deutschen Rittergeschlechter nahmen bekanntlich fast durchwegs den Namen der Sorbenorte an, in denen sie saßen, seit dem (mit dem ausgehenden 12 Jahrhundert etwa) Familiennamen üblich wurden.

Nur eine kleine Zusammenfassung zur Geschichte der Slawen:

Die Slawen - ein indogermanisches Volk. Ursprüngliches Siedlungsgebiet zwischen Weichsel und Dnjepr.
Sie wurden offensichtlich im 3 und 4 Jahrhundert durch die Hunnen (asiatisches Reitervolk aus Asien) vertrieben.
Die nach Westen und zum Teil nach Süden abwandernden Slawen ließen sich nun in den Gebieten nieder, die die Germanen kurze Zeit vorher im Zuge der Völkerwanderungen verlassen hatten.
Nach der Landnahme in der slawischen Völkerwanderung lassen sich etwa seit dem 7 Jahr-
hundert 3 Gruppen unterscheiden:

Ostslawen - Russen, Weißrussen, Ukrainer.

Westslawen - Tschechen, Slowaken, Polen, Sorben, Kaschuben, Masuren.

Südslawen - Slowenen, Kroaten, Serben, Makedonen, Proto-Bulgaren.

 

In der ersten Zeit der slawischen Einwanderung dienten einfache, mit Lehm beworfene Hütten.
Ihre Dorfanlagen waren Rundlinge. Zum Schutze der Ansiedlungen wurden Erbschanzen errichtet.
Zu den Hauptbeschäftigungen gehörten Ackerbau und Viehzucht daneben Jagd und Fischerei.
In Großfamilien, den sogenannten Hauskommunionen, hatten die Sorben sich niedergelassen.
Mehrere Generationen hindurch blieben alle in hausgenössischer Gemeinwirtschaft zusammen.
Trennung und Abzweigung ließ das Sippendorf entstehen. An der Spitze stand der Älteste, er
verteilte Arbeiten, verwaltete das gemeinsame Vermögen. Direkte Abstammung vom Ahnherrn nach dem die Sippe sich nannte prädestinierte zum Häuptling des Dorfes, weiterhin des Geschlechtes und Stammes.
Wurde die Familie zu groß, so schritt man (etwa in der 4. Generation) zur Teilung, und es entstand eine (oder mehrere) neue Hauskommunion/en.
Geteilt wurde nach Stämmen, unter der Fiktion, daß die Söhne des Begründers der Kommunion noch lebten.
Die Herrschaft der Slawen hat in unserem Lande nur wenige Jahrhunderte gedauert. Um die Wende des ersten Jahrtausends n. Chr. wird die slaw. Bevölkerung von ihren westlichen germanischen Nachbarn wieder unterworfen und mischt sich allmählich bis auf wenige noch heute erhaltene Reste mit den neuen Herren.

Pyrbaum, 19.August 1998 copyright by Kornelia Neuner

  Schreibarten aus Urkunden und Chroniken

Urkunde von 1184 : Creiinberc, Creinberc

Urkunden aus dem Geheimen Haupt-und Staatsarchiv in Weimar

1252 Creiginberc, 1266 Creiginberg, 1293 Crigeberc,Cricenberc

1292 und 1293 Creberch und Creginberch

In übrigen Urkunden wechseln die Namen Creienberch, Creyenberg, Kreinberg 1557

Kraienberg 1552

Creyenberg, Creienberc Greyenbergk 1604

Krayenberg 1672

In der Chronik von 1781 Kreienberg

Chronik von 1804 Creyenberg

 

Ludwig I. steht mit als Zeuge unter einer Urkunde vom Jahre 1158,  in der Graf Ernst von Gleichen mit dem Kloster Volkenrode tauscht. Ferner werden unter dieser Urkunde als Zeugen aufgeführt die Burgmannen Thudo und Heinrich von Krayenberg. In dieser Urkunde wird also die Krayenburg zum erstenmal amtlich erwähnt.

Thudo und Heinrich waren Burgmänner der Herren von Frankenstein, die in ihrem Auftrage auf der Krayenburg saßen. Solche Burgmänner waren in der damaligen Zeit nicht Ungewöhnliches. Sie waren von edlem Geschlecht und nannten sich entweder nach der Burg, die sie beschützten, oder mit dem Zusatz castrensis (Knecht, Burgmann), oder: miles (Ritter,auch Reutersmann) nach dem Dienste desjenigen worin sie standen.

Bemerkungen des Amtsakzeffist Ernst Bernbard Staffel aus Tiefenort

1804/06 geschriebene Chronik

Nach den ältesten Nachrichten und Urkunden gehörte der Kreyenberg mit den dazu gehörigen Orten, etwa in der früheren Zeit Dorndorf ausgenommen,*) zuerst den Herren von Frankenstein, Sprößlingen der Grafen von Henneberg Wasunger Linie, deren Ahnherr Poppo IX, Graf zu Henneberg und Burggraf zu Würzburg, dessen Sohn Graf Ludwig aber der Stifter der Frankensteinischen Linie war, welche den zum Schlosse Krayenberg gehörigen Gau wenigstens schon zu Ausgang des 12. Jahrhunderts besaß und einen Teil der Grafschaft Henneberg ausmachte. Einer der von Frankensteinischen Nachkommen wählte sich jenes Schloss zu seinem Wohnsitz und nannte sich mit seinen Deszendenten, Herren von Creyenbergk.

*Staffel ist demnach auch der Ansicht gewesen, daß der Krayenberg nicht mit zur Mark Thorndorf gehörte.

Ludwig I, der die oben erwähnten Urkunden unterzeichnete, hinterließ drei Söhne

Ludwig II, Gottwald (Godoboldus), und Sybolt (Sybotho oder Syboth)

Der jüngste Sybotho, Seyboldt empfing die Krayenburg nebst den umliegenden Ortschaften und Gütern.

Das wichtigste Ereignis unter der Herrschaft Sybothos I. ist die Sanktionierung seines Lehensverhältnisses zu den Äbten von Hersfeld durch den Kaiser. Durch eine Urkunde, datiert Verona den 4. November 1184, verleiht Kaiser Friedrich Barbarossa castrum Creienberc dem Abt Siegfried von Hersfeld. Diese Urkunde, deren Original sich im Staatsarchiv zu Magdeburg befindet , lautet in deutscher Übersetzung:

Hiermit möge das gegenwärtige Zeitalter der Reichstreuen und das spätere der Nachkommen erkennen, daß wir dem Abte Siegfried von Hersfeld und seinen Nachfolgern folgendes zugestehen und durch kaiserliche Würde bestätigen: die Burg (castrum) der Hersfelder Kirche, nämlich Creienberc, und diese Dörfer desselben, nämlich Breitingen, Tiefeshart, Dorindorf, Hiltegerode (Heiligenroda), Berka a. d. Werra, soll folgende ungeschmälerte Freiheit haben: Wenn die Äbte der Hersfelder Kirche gestorben sind oder bei ihren Lebzeiten darauf verzichten, so wollen wir und unserer Nachfolger von allem, was sich an Lebensmitteln oder Gerät , oder an sonstigen darauf befindet, ebenso wie in den Hochstädter Lehen nichts wegnehmen, sondern es soll alles durch den Vorsteher der vorgenannten Kirche und durch den Verwalter derselben und durch den Burggrafen der vorgenannten Burg nach besten Wissen und nach Abfassen eines Verzeichnisses alles dessen, was zur Burg gehört, treu dem Nachfolger bewährt werden. Zur festeren Versicherung fügen wir hinzu, daß alle Clecti (gewählte Äbte) von Hersfeld, welche vom Kaiser und König mit Domänen belehnt werden, bei dem Eide , welchen Fürsten dem Kaiser und König zu leisten pflegen, schwören, daß sie die Burg Creienberc weder unter dem Namen eines Benefiziums oder Feudums noch auf irgendeine andere Weise der Kirche oder ihren Besitzer entfremden wollen.

Zeugen sind: Konrad Erzbischof von Mainz, Gottfried von Aquileja, Rudolf Graf von Trier, Otto Bischof von Babenberg, Eberhard Bischof von Merseburg, Bertram Erzbischof von Metz, Heinrich Erzbischof von Verdun, Ludwig Landgraf von Thüringen, Berthold, Baron Gerard, Graf Albert von Heidburg u. a. m.

Siegel Herren Friedrichs, Römischen Kaisers

des Unbesiegten.

Gegeben zu Verona, den 4. November 1184

Den Urkunden nach zu urteilen , unter denen Sybotho von Krayenberg diese unterzeichnet hat, muß er sehr lange auf dem Krayenberg gewohnt haben.

Erwähnt ist er in Urkunden in den Jahren 1187, 1189, 1192, 1197.

1182 schenkte Graf Poppo seinem Neffen Sybotho I ein Gut in Herda.

Sybothos Tod ist ins Jahr 1197 zu setzen. Er hatte also von 1160 bis 1197 die Herrschaft Krayenberg inne gehabt und war der erste der Herren von Frankenstein, der seinen dauernden Wohnsitz auf dem Krayenberg hatte. Bislang war die Burg nur von den Frankensteiner Burgmännern bewohnt worden.

 

Da Sybotho I. kinderlos starb, kam als sein Nachfolger der Sohn seines älteren Bruders Ludwigs II zur Herrschaft. Dieser hieß, ebenso wie sein Onkel, Sybotho , und schrieb sich gelegentlich auch de Kreienberg.

Urkunden von den Jahren : 1209 - 1219 - 1223 - 1230

Obmann Sybotho de Frankenstein in Kreienberg

Stiftungsurkunde von 1251

Dominus Sybotho de Creienberc

In einer Urkunde von 1252 , wird Sybotho II als Zeuge nicht mehr erwähnt. Es erscheint ein Heinrich von Bigere als milites vom Krayenberg. Daß hier kein Herr der Krayenburg aus dem Frankensteiner Geschlecht genannt wird, läßt sich so erklären, daß Sybotho II kinderlos gestorben war und sich Ludwig sein Nachfolger, noch auf dem Kreuzzug befand.

Ludwigs Herrschaft auf der Krayenburg ist bekannt geworden durch den Burgfrieden, den er 1263 mit dem Abt Heinrich zu Fulda (Verwalter des Stiftes Hersfeld) abschloß.

Demnach erscheint es hier so, als ob die Krayenburg, damals im Doppelbesitz der Herren von Frankenstein und der Äbte von Hersfeld gewesen ist und das Lehensverhältnis, wie es früher bestanden hatte, fallen gelassen worden war.

Wahrscheinlich starb Ludwig III. bald nach diesem Vertrage. Es wird nur noch sein Sohn, Heinrich I erwähnt. Dieser wohnte auf seinem Stammschloß bei Salzungen bis es im Jahr 1266 vollständig zerstört wurde. Danach hat er seinen Wohnsitz wohl auf dem Krayenberg genommen. Überhaupt ist anzunehmen, daß seine Nachfolger bis zum Aussterben des Frankensteiner Geschlechts auf dieser Burg gewohnt haben.

Nach dem Tode Heinrich I. ging es mit dem Frankensteiner Geschlecht schnell abwärts. Eines der mächtigsten und reichsten Herrscherhäuser Südthüringens verarmte immer mehr und in ihrer Not waren sie gezwungen ihre Besitztümer zu verpfänden und zu verkaufen. Die Tiefenorter Güter wurden an die Grafen von Henneberg verkauft, jedoch nicht die Krayenburg. Es liegt also nahe, daß Sybotho III, der auf der Krayenburg wohnte, diese Burg als einziges behalten hat.

Urkunde 1346

dominus Sybotho nobilis de Creyenberg

(Herr Seybolt, Edler von Krayenberg)

Die Frankensteiner waren ausgestorben und die ihnen im Vertrag von 1263 zugestandenen Rechte an der Krayenburg fielen an das Stift Hersfeld zurück. Die Äbte von Hersfeld ließen die Burg 50 Jahre lang von ihren Brugmännern verwalten.

1365 Gebrüder Lucze und Hermann vom Kreyenberg

1375 Klosterurkunde: Apel von Reckerod; Ritter, und Hans von Reckerod, Brüder.

1268 von Treffurth (de Driforte)

1309 Lugilin und von Bimbach

1314 von Beringen

1318 von Appenrode

1332 Gvinrude

1352 von Wihers

1361 von Buttlar

1362 Rußwurm von Bibra

1403 von Kraluke

1347/92 gleichzeitig von Heringen und von Benhausen

 

 

1407 kam die Krayenburg mit allen Zubehör als Pfand von Hersfeld an das landgräfliche Haus Thüringen. Die näheren Umstände dieses Besitzerwechsel sind leider nicht bekannt. Über jenes Ereignis in seiner Chronik von 1804 schreibt Staffel: Sei es nun, daß Thüringen seine Ansprüche auf Krayenberg deshalb machte, weil etwa ein Besitzer desselben einem Landgrafen solches als Lehen offeriert hatte, wie erstere mit dem Stift Hersfeld in Streit lagen, ihnen also eine Felonie nicht schaden konnte, oder damals wie es die Herren von Frankenstein mit Friedrich mit der ge- bissenen Wange hielten, als dieser mit seinem Vater und dem Kaiser Albert I. und seinem Vorgänger Adolf von Nassau in Krieg verwickelt war, oder auch daher, weil bei einer Verheiratung Friedrichs des Strengen mit Fürst Heinots Tochter ersterer halb Salzungen und die umliegenden Orte zugesichert worden waren - oder es haben dies andere Ursachen bewirkt, so ist doch soviel gewiß, daß Thüringen Krayenberg zuerst durch einen Wiederkauf erhielt.

Im Mai 1433 verleiht Friedrich Herzog zu Sachsen,  Landgraf von Thüringen dem Ritter Johann von Meisenbugh, Marschall des Landgrafen von Hessen eine Kemnate welche vor Zeiten Konrad,  Fritz und Heinrich von Heringen auf ihrer Burg zu Krayenberg inne gehabt haben . Die Burg blieb nicht lange im Besitz der Meisenbugh.

1436 verlieh Friedrich Sigmund und sein Bruder Wilhelm,  Herzöge von Sachsen, der Familie von Hopfgarten die Burg mit allem Zubehör.

1440 kauft Graf Adolf von Gleichen und Herr zu Thona von dieser Familie das Amt Krayenberg und verkauft es im September 1447 an Hermann Rietesel.

1468 verkauft Hermann Rietesel das Schloß an den Hofmarschall Hermann Lugelin. Damals wurde in dem Kaufvertrag das Einlösungsrecht Hersfelds noch anerkannt, später scheint die Burg jedoch ganz in den Besitz der Herzöge von Thüringen übergegangen zu sein.

Hermann Rietesel löste nach einiger Zeit seinen ehemaligen Besitz wieder ein und gab ihn im Jahre 1482 an Thüringen zurück.

1443 verkauften die Herzöge von Sachsen an den getreuen Hans Goltacker, Ritter, ihre Gerechtigkeit das Schloß und Amt Krayenberg mit allen Zubehör als rechtes Manneslehen. Der Kaufpreis betrug 6000 Goldgulden. Die Verkaufsurkunde wurde von Kurfürst Friedrich von Sachsen in Torgau ausgestellt.

1504 kam sie an das Kurfürstliche - Sächsische Haus zurück, das sie an die Ritter Ludwig und Hermann von Bonneburg für Lebzeiten verkauften.

1519 gaben die Ritter Ludwig und Hermann von Bonneburg , Schloß und Amt Krayenberg an den Herzog Georg von Sachsen zurück. Dieser verkaufte es 1522 an den Grafen von Beichlingen für 12.000 Florentiner. Dieser starb am 7.August , 1538.

Der Graf von Beichlingen hatte 7 Söhne( und eine Tochter mit Namen Anna):

Hugbrecht - Johannes - Christoph - Karl - Philipp Wilhelm - Ludwig Albrecht und

Bartolomäus Friedrich.

Christoph erscheint in einem Brief der Herzöge von Sachsen als Besitzer der Krayenburg. Doch er kann nicht länger als 1560 gelebt haben, da in diesem Jahr schon sein jüngster Bruder als Erbe des Krayenbergs auftrat.

Ludwig Albrecht war verh. mit Marie, Gräfin von Leinigen - Westerburg. Er starb im Jahre 1556 und sein Witwe bekam den Krayenberg als Witwensitz.

Bartolomäus Friedrich war ursprünglich Geistlicher. Als seine Brüder alle vor im starben mußte er als einziger Stammeserbe das Amt Krayenberg übernehmen. 1557 fand die öffentliche Belehnung durch Johann Friedrich den Mittleren statt.

1567 starb auch der letzte der Beichlinge. Das Amt Krayenberg fiel an das Haus Sachsen zurück.

Staffel schreibt in seiner Chronik:

Nach der Lehensapretur fiel Kreyenberg eigentlich an Johann Friedrich den Unglücklichen, da aber eben um diese Zeit (1567) die Grumbachischen Händel ausbrachen, so kam solches an Johann Wilhelm von Weimar, als aber des ersteren Söhne Johann Ernst zu Eisenach und Johann Kasimir zu Coburg 1570 auf dem Reichstage zu Speyer wieder in die Rechte ihres Vaters eingesetzt wurden, so erhielten dieselben nach der 1572 zu Erfurt vor einer Reichskommission geschehenen Teilung u. a. auch Kreyenberg. Die Abtei Hersfeld, welche sich unterdessen in hessischen Schutz begeben hatte, wollte zwar ihre alten Ansprüche auf Kreyenberg - oder vielmehr nun Hessen , - auch wieder geltend machen, wurde jedoch nach einem zu Friedewald im Hessischen 1558 gehaltenen Kongreß mit 1/6 der Stadt und des Gebietes Treffurt, dem Schlosse Waldenberg, einem sächsischen Manneslehen, den Renthen und Besitzungen des Hauses Sachsen in Kleinschmalkalden und 3000 Reichsthalern abgefunden. Herzog Johann Ernst, welcher seinem Bruder die Regierung allein überlassen, hatte sich u. a. Salzungen und Kreyenberg zu seinem Unterhalt ausbedungen. In der mit seinem Bruder späterhin aber getroffenen Landesteilung behielt er auch solches (1567). Da derselbe aber ohne Leibeserben starb, auch dessen Bruder keine hinterließ, so fiel es hierauf vermöge des Altenburger Teilungsrecesses zwischen den Herzögen Wilhelm, Albrecht und Ernst an die Weimarische Linie im Jahre 1640. 5 Jahre später kam es an Herzog Albrecht, als auch dieser ohne männliche Descendenz starb, an Herzog Ernst von Gotha. Darauf fiel es in einer anderweitigen brüderlichen Teilung zwischen Herzog Wilhelm von Weimars Söhnen, Johann Ernst, Adolph Wilhelm, Johann Georg und Bernhard, da der zweite 1671 starb, auch eben das Haus Altenburg mit Friedrich Wilhelm II. erlosch, endlich nach dem auch zu Altenburg getroffenen Vertrage 1672 an den Stifter der Eisenacher Linie Herrn Johann Georg, Herzog zu Eisenach.-

 

Im Jahre 1645 erhielt Herzog Ernst der Fromme die Krayenburg. Nach seinem Tode im Jahr 1672 kam das Amt Krayenberg an den Herzog Johann Georg, den Stifter der Eisenacher Linie. Dieser besaß es bis zum Jahre 1741, damals erlosch das Haus Eisenach.

Die Besitztümer kamen unter Herzog Ernst August an das Hochfürstl. Haus Weimar bis es im November 1918 an den Thür. Staat fiel.

Seit dem Tode der Beichlinger hatte der jeweilige Besitzer des Amtes dieses durch einen Amtmann verwalten lassen. Die Amtsleute wohnten bis 1703 auf der Krayenburg.

Von jener Zeit an war die Krayenburg nicht mehr bewohnt. Der Verfall der Burg hatte sich schon nach dem Tode des letzten Beichlingers bemerkbar gemacht, nun aber verfiel sie mehr und mehr.
 

erstellt von Kornelia Neuner im September 1998